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Mein gutes Stück ist ein Manta B -"L"
und wurde im Februar 1980 mit dem 60 PS starken 16N Motor Erstzugelassen. Das
einzige Originale Extra ist das Vinyldach und der beleuchtete Choke-Knopf. Die
Erstbesitzerin war Bj. 1915 und hatte den Wagen 18 Jahre mehr in der Garage
stehen lassen als gefahren. Das Überleben hat der Manta wohl seiner
Hohlraumversiegelung zu verdanken, die in jungen Jahren aufgebracht wurde. Im
April 1998 wurde der Wagen verkauft und sollte als Winterersatz für eine
Corvette dienen. Doch der Eigner befand das Auto dann doch für zu klein und
inserierte es in unserem 'Sonntagsumsonstblättchen'. Als ich die Anzeige las,
traute ich meinen Augen nicht. Da sollte doch tatsächlich ein Manta-B Bj.1980
mit original 38.000 KM für DM 1200,- zu haben sein! Sofort rief ich an und
vereinbarte einen Besichtigungstermin. Der Manta sah wirklich super aus.
Geschlagene 20 Minuten schlich ich um das Auto herum, suchte nach dem Haken bei
der Sache, fand aber nichts. Erst dann sah ich den Dinol-Aufkleber in der
Windschutzscheibe, und mir war alles klar (normalerweise gammeln die Karren ja
alleine durch die Luftfeuchtigkeit in der Garage hinfort. Da nutzt auch die
geringe Laufleistung nichts). Recht schnell wurden wir uns Handelseinig. Mein
Vorbesitzer hatte (gottseidank) nicht allzuviel an dem Auto 'herumgebaut'. Als
erstes hatte ich zwei riesige,runde Zusatzscheinwerfer von der Stoßstange
abmontiert. Desweiteren saßen die
nachträglich angebrachten Engelmann-Außenspiegel viel zuweit vorne, die ich aber
dort beließ. Ansonsten präsentierte sich der Wagen im absoluten Originalzustand.
Nicht einmal ein Radio war vorhanden. Im Einbauschacht befand sich eine
Kunststoffablage, die Hutablage war ohne Löcher, der rechte Kotflügel hatte kein
Antennenbohrloch. Allerdings hatte der Manta auch noch die Reifen und
Stoßdämpfer der Erstausrüstung. Da ich den Wagen ja auch fahren wollte (und nach
meinem Geschmack nicht unbedingt jede Schraube Original sein muss) baute ich ein
H&R Fahrwerk (-50mm) mit Koni-gelb Dämpfern ein. Die alten Räder mussten
RH-Alufelgen der Dimension 7x15 et 25 mit 195/50/15 Reifen weichen. Die
schwarzen Außenspiegel tauschte ich gegen Verchromte und die Recaro-Sitze aus
einem GT/E hielten Einzug. Im Jahr 2003 hatte ich endlich gute Chrom-Stoßstangen
aufgetrieben und die schwarzen Kunststoffstoßstangen ersetzt. Die Vorderen
Blinker wanderten dann mit weißen Gläsern versehen unter die Stoßstange. Die
modernen 7x15 Alus wichen jetzt ATS-Classic Felgen in dem Format 8x13 et1,
weiß/poliert. Diese sind mit Dunlop SP-Sport in der Größe 205/50 VR 13 bezogen.
Die braun karierten Recaro-Sitze sind selbigen in rot/dunkelgrau, samt
Rücksitzbank aus einer GSi Exclusiv Austattung gewichen. Die Verglasung wurde
komplett durch eine in bronce getönte ersetzt. In diesem Zustand (oder
Ausbaustufe) fuhr ich den Manta mit Saison-Kennzeichen von April bis Oktober
drei Jahre lang als Alltagsauto.
Im Jahre 2006 wollte ich endlich den
16N-Motor mit samt der zugehörigen, schwachbrüstigen Technik in Rente schicken.
Der Umbau dauerte dann aber bis zum Oktober des Jahres, so das diese Saison 'Mantalos'
blieb. Aber der ganze Aufwand (Zeitlich wie Finanziell) hat sich gelohnt! Das
Auto hatte im Original-Zustand schon viel Freude bereitet, aber nach dem Umbau
kam endlich so etwas wie richtiger Fahrspaß auf!
Äußerlich war von der ganzen Arbeit
eigentlich nicht viel zu sehen. Im Innenraum ein Klassisches Raid-1 Lederlenkrad
von Irmscher und ein Cockpit der SR-Ausstattung, Außen nur ein original
SR-GT/E-Frontspoiler unter der Stoßstange.
Der 'Rest' im Detail: Motor und Getriebe
: 22E aus einem Rekord-E, soweit erstmal als provisorium ohne große
Änderungen verbaut. Das heißt ich habe einen gebrauchten Motor mit angeblich
120.000 Km Laufleistung genommen, nur die Ölwanne usw. umgebaut damit dieser in
den Manta passt. Eine kaum gebrauchte Steuerkette verbaut und eine mech. 310°
Nockenwelle mit einstellbarem Nockenwellenrad in den Kopf gesteckt. Dazu noch
das 9"-Schwungrad Erleichtern und Feinstwuchten lassen, sowie eine neue
Wasserpumpe. Das ganze befeuert von zwei Weber 45 DCOE Vergasern mit dbilas
Ansaugbrücken. Die Bedüsung habe ich erstmal einfach nach dem dbilas Gutachten
vorgenommen, was auch sehr gut funktioniert. Als Luftfilter habe ich den dbilas
Alu-Luftfilterkasten (welcher auch für die TÜV-Abnahme mit dem Gutachten
notwendig ist), offene K&N-Luftfilter, sowie Einlauftrichter ohne Filterung. Die
Abgase werden über einen Jetex Fächerkrümmer und eine Irmscher/Sebring Manta
i200 Anlage abgeführt. Das Getriebe ist eine Getrag 240 5-Gang-Schaltbox aus
einem Manta-B Gsi. Dieses habe ich nur gereinigt, neu abgedichtet und das
Schaltgestänge gestrahlt und Verzinkt.
Vorderachse: Die Achse wurde komplett zerlegt und gestrahlt. Die Lenker und die
Ausleger vom Achskörper zu den Längsträgern wurden verchromt, der Rest schwarz
lackiert. Die Anschlagdome am Achskörper wurden um ca. 2cm gekürzt, um etwas
mehr Federweg zu bekommen. Sämtliche Buchsen habe ich ausgepresst und durch neue
ersetzt, in den Lenkern und Stabi-Haltern durch PU-Teile von Splendit-Parts, die
Trag- und Führungsgelenke sind Neuteile. Das Lenkgetreibe habe ich nur
gesäubert, mit frischem Fett versehen und neue Gummimanschetten aufgezogen,
sowie neue Spurstangenköpfe verbaut. Die Kleinteile, wie zB die originalen
Schrauben und Muttern, kamen nach dem Strahlen in die Galvanik zum verzinken und
anschließend blau-chromatisieren.
Hinterachse:Die Achse stammt aus
meinem ersten Manta-B, einem 1984er GT/E. Beim Zerlegen gab es eine kleine
Überraschung: nach dem Abschrauben des Diffdeckels, blinzelte mich ein
Sperr-Diff an. Da das Auto mein erster Hecktriebler war, hatte ich das beim
Fahren natürlich nie wahrgenommen. Ein Manta fährt sich bei Nässe und Schnee
halt so. Die Eckdaten: 3.44 Untersetztung mit 40% Sperre, komplett neu gelagert
und eingemessen vom "Achsen König", die Innereien der Sperre sind vom
freundlichen BMW-Händler. Alle Teile gestrahlt und neu lackiert oder verchromt.
Der Achskörper wurde vor dem lackieren Spritzverzinkt (Flammspritz). Der
schwarze Lack ist der selbe Kunstharz, wie auf der VA. Das Deichselrohr ist aus
Stahl und mit M10 an den Achskörper geflanscht. Die Antriebswelle ist verstärkt
und alle Buchsen (bis auf Längslenker-Achsseite) in PU-Ausführung.
Bremse:
An der VA Innenbelüftete Scheiben mit zugehörigen Sätteln vom Rekord-E 2.2i
(246x23), an der Hinterachse 230mm Trommeln mit Radbremszylindern (22mm), auch
vom Rekord. Die Bremsschläuche (Stahlflex) und Leitungen, sowie die anderen
Komponenten sind Neuteile. Der Bremskraftverstärker (8.5"/Delco),
Hauptbremszylinder (20mm/Delco) und der Bremsdruckminderer für die Hinterachse
sind aufgearbeitete Gebrauchtteile aus einem Manta-B GT/E.
Karosserie: Es gab nur zwei Reparaturstellen und der Umbau auf die
5-Gang-Mittelkonsole.
Erstmal
tat sich nach abnehmen der Kotflügel eine Durchrostung an der A-Säule der
Beifahrerseite auf. Außerdem hatte der Wagen mal einen Heckschaden. Dieser wurde
zwar fachmännisch repariert (neues Heckblech), nur wurden die Schweißstellen nur
mit Karosseriedichtmasse, ohne Rostschutzgrundierung, zugeschmiert und
anschließend lackiert. Jetzt rostete es aber fröhlich unter der Dichtmasse, so
das ich die Kofferraumunterkante auf der gesamten Breite ersetzen durfte (von
dieser Reparatur habe ich leider keine Bilder). Der Unterboden war sonst in
einem Top Zustand. Bei der Dinol-Versiegelung vor vielen Jahren wurde auch der
komplette Unterboden mit dem Wachs über gespritzt. Es gab keinen Grund, jetzt
alles runter zu puhlen. Ich habe zusammen mit den Hohlräumen alles mit
Fluid-Film Liquid A überzogen.
Fahrwerk:
Hier blieb ich bei den bewährten 50mm H&R-Federn , als Dämpfer wechselt ich aber
von Koni-gelb auf Spax Krypton-Gasdämpfer, da diese 28-Fach in Zug-UND
Druckstufe verstellbar sind (die Konis sind nur in der Zugstufe verstellbar).
Bilder-Gallerie
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